Arbeiten in Suedafrika
Wer Etienne's blog liest der weiss bereits, dass ich 2.5 Wochen in Suedafrika verbrachte. Leider alles nur Arbeit, aber dennoch wieder mal was Neues. Am 2. May flog ich von San Francisco nach Washington, von dort nach Johannesburg und dann weiter nach Durban, eine Stadt im Suedosten von Suedafrika. Durban liegt so in etwa dort wo die Nadel von San Francisco durch den Mittelpunkt der Erde gesteckt wieder raus kommt (als einfach gesagt auf der andern Seite der Welt). Der ganze Spass dauerte entsprechend auch 26 Stunden und dies trotz minimaler Wartezeit zwischen den Fluegen. Dank einer super Southafrican Airlines (mit TV on demand) ging das Ganze aber ziemlich rasch vorbei. Die Reise trat ich uebrigens mit 3 Mitarbeitern an, in Durban trafen wir dann auf den Rest der Crew (im gesamten waren wir 8).
Durban ist hauptsaechlich bekannt fuer die Straende und die guten Surfwellen - ansonsten gibt es glaubs wirklich nicht was Erwaehnenswertes in dieser Stadt. Zu unserem Glueck lag unser Hotel grad am Strand - kein schoenes Gebaeude, ein riesen Ding mit vielen Zimmern, aber dafuer hatte ich eine tolle Strand/Meer Sicht aus dem 15ten Stock und konnt am Morgen die Surfer beim Sonnenaufgang beobachten.
Aber das war natuerlich nicht Zweck der Reise und so verfuehrerisch der Strand auch aussah, da war Nichts zu machen: um 7:30 gings jeweils ab zum Terminal: SAPO PIER 1. Dieser Hafen wurde Ende letzten Jahres geschlossen und voellig neu erstellt: neuer Beton, neue Maschinen (Kraene, RTGs, Laster, Reefer Stacks - halt so Hafen Zeug), neue Compis, neue Software, neue Angestellte. Das klingt ja alles nett, aber die Kombination von zu vielen "Neu" macht einen Go-Live nicht gerade einfach. Vor allem nicht in Suedafrika, wo alles ein bisschen langsamer und anders laeuft... Gewisse Leute hatten zuvor noch nie einen Compi beruehrt, dafuer wird jede Stelle mit ca 10 Personen belegt (vielleicht macht ja die Menge die Inkompetenz wett?). Dann waren die Krahnfuehrer von Sri Lanka und konnten kein Englisch, auch das hat das ganze nicht vereinfacht. Dann war auch die ganze Konstruktion nicht wirklich so durchdacht: Gate-haeuschen auf falscher Seite, Wireless Empfang sehr schlecht weil nur ohne Containers auf dem Platz getestet wurde (anscheinend sind leere Container richtige Signalfresser), schlecht geschultes Personal, etc. Wir konnten nur staunen. Natuerlich halfen wir so gut wir konnten und es gab auch bei der Software ein paar Bugs (die nannten die Bugs netterweise 'Funnies') die wir fixen mussten, aber generell war das Problem schon mehr bei der Durchfuehrung als bei der Software. Das war natuerlich beruhigend und nahm ein bisschen Stress von den Programmierern! Also kein Vergleich zum Go-Live vor einem Jahr in Christchurch, Neuseeland. Dort hatten wir 4 Wochen 13h Tage ohne unterbruch und waren dennoch noch kraeftig am schwitzen. So war es also nicht, aber wir hatten dennoch volle 2 Wochen zu tun und die Tage waren meist auch eher lang, als kurz. Aber dafuer waren wir ja da.
Hier ein paar Bilder der ersten alktiven PIER1 Tage:
Ich genoss das Business-Reise Leben wo man auf Geschaeftsspesen leben kann (hab ich sonst ja nie) - so gab es feines Zmorgen Buffet, Roomservice fuer's Znacht oder Treffen in der Sushi Bar. Sogar ein Tanzabend mit genuegend Bier und sonstigem lag noch drin - am Tag danach fuehlte ich mich aber nicht mehr ganz so fit. Zuviel Trinken und spaeht ins Bett bin ich mir nicht mehr so gewoehnt - oder vielleicht ist es auch das Alter. Grummel.
Am naechsten Tag hatten wir dann am Nachmittag noch so eine art Party, weil die Rugby Mannschaft der Stadt (die Sharks) im Halbfinal waren. Sie spielten uebrigens gegen die Mannschaft von Aukland, NZ (diese sollten den Dominik-und-Esther-Blog-Lesern auch bekannt sein). Leider war mir nicht so richtig nach Party und Tequila und ich bin beim Match auch mehr eingeschlafen als dass ich das aktiv mitverfolgt haette... Das ganze war dann noch gefolgt von einer Nachtschicht (von 24 - 8:30), so dass ich endgueltig am Ende war. Da aber dann der naechste Tag Sonntag war und ich dank der Nachtschicht frei hatte, konnt ich auch nicht einfach ins Bett. So ging ich mit meinen Nachtschichtkumpanen an einen Maert und setzte mich auch ein paar Stunden in den Sand. Das war nett!
An einem Nachmittag hatten wir auch frei und gingen in das Aquarium von Durban. Das ist ganz neu und sehr schoen gemacht - alles in einem alten Frachtschiff drin (oder in einem Gebäude das so aus sieht).
Sie hatten sehr spezielle Fisch und ich hab recht gestaunt ab dem was da so kriecht und fleucht - aeh, schwimmt und schwabbert...
Am selben Ort feierten wir auch den erfolgreichen Go-Live bei einem feinen Essen, beaeugt von hungrigen Haien! 
Die Zeit im Hotel war so halb laess - schon gemuetlich, aber auch schon etwas einsam. Da war es in Neuseeland schon toeller als Etienne auch dabei war! So war ich dann auch nicht sehr traurig als mein Dienst in Durban vorbei war und ich mich auf die 29 stuendige Heimfahrt machte.

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