Viva Las Vegas
Vor unserer Abreise in die USA, also vor 2.5 Jahren (ja so lange ist das schon her!), hab ich Etienne zum 30sten ein Wochenende in Las Vegas geschenkt. Tja, nun haben wir das endlich geschafft: Drei Tage Sin-City!







und ein paar Wedding-Chappels - und nein, koennt euch beruhigen, wir haben uns nicht von einem Elvis trauen lassen. Die hier aber schon: Wedding in Las Vegas mit dem Brautstrauss im Rucksack.


Am Samstag morgen ging es um 5 Uhr frueh los; mit einem Shuttlebus dem offensichtlich ein paar Federungen fehlten - naja, nach der Fahrt waren wir durchgeschuettelt und dafuer auch wach. Rasch durch die Kontrolle (eingecheckt haben wir bereits online - Fliegen ist wirklich fast schon so easy wie Zugfahren!) und ab zum Gate - arghh, Flugi hat 1 Stunde Verspaetung, also doch nicht wie die SBB. Aber was solls... Es hat einen "Peet's Coffe" (das San Franciscaner Equivalent zu "Starbucks") gleich neben dem Gate und es sind ja Ferien! Der Flug kam dann doch noch zu stande und er war recht kurz (1h 10m) aber eindruecklich: vorbei an den Schneebedeckten Sierras, daneben gleich die Wueste und dann die Sicht auf den Strip von Las Vegas - nur komisch, ich hab mir das ganze noch etwas riesiger vorgestellt. Aber von so weit weg sieht halt alles etwas bescheidener aus. Als wir dann vor unserem Hotel, dem Luxor, standen, da mussten wir aber schon auch wieder etwas ohhh-ahhh-wie-riesig-das-ist von uns geben. Die grosse Sphinx nur so als Dekor vor dem Empfang und wenn man dann in die Pyramide schreitet, dann staunt man grad nochmals: ein riesiges Atrium im Innern der Pyramide.
Zuerst gabs grad mal Morgenessen - nach Las Vegas Stil mit einem riesigen Buffet und Champagner. Danach bezogen wir unser "Spa Zimmer": mit Jacuzzi neben dem Bett und 2 Zimmern (und 2 TVs) - hihi, schoen Las Vegas maessig. Wir hatten aber nicht vor zu viel Zeit im Hotelzimmer zu verbringen und machten uns sogleich auf die Laeutsch.
Hier die Sicht aus unserem Zimmer
Und so war das dann auch die 3 Tage, die wir in Las Vegas verbrachten: viel Laufen, Staunen, den Gamblern ueber die Schultern schauen und immer mal wieder einen feinen Happen essen. Die Hotels sind zum Teil wirklich extrem speziell und zum Teil auch noch richtig schoen und nicht nur kitschig. Es ist einfach alles sehr unecht - fast wie Disney Land - aber das macht es ja auch spannend zum anschauen. Und zum Teil uebertreffen sie sich wirklich mit Pompoes und Extravagant, da kann man ihnen nichts nachsagen:
so zum Beispiel der Himmel ueber Paris, alles Indoor (Paris - Las Vegas)
Oder die Tuermli und Zinnen des Excalibur's
Die Skyline von New York inklusive Liberty und Achtibahn
Oder die Fountain-Show vor dem Bellaggio
Oder der riesige Bronze-Loewe vor dem MGM (die groesste Bronzefigur auf der Welt - im allgemeinen gibts in Las Vegas viele "Das Groesste", "Das Laengste", "Das Hoechste" von beliebigen Dingen...)
Das Trojanische Pferd im Ceasar's Palace - tja, Griechen, Roemer, alles das Selbe, da nehmen es die Amis nicht so genau...
Am Samstag Abend gingen wir dann die Cirque de Soleil show "KA" schauen - es war einfach unglaublich was die da fuer eine Show boten! Man kann es kaum beschreiben: Kostueme, Figuren, Akrobatik, Musik und viele Special Effects! Wow, ich hab schon viel Gutes davon gehoert, aber ich das haett ich nicht erwartet. Wir waeren dann gern am Sonntag eine andere Show sehen gegangen, aber da war dann schon alles ausgebucht. Tja, ein ander mal...
Am Sonntag liessen wir es uns am 'feinsten Brunch Buffet der Stadt' gut gehen - leider hab ich voellig uebertrieben und konnt es nicht lassen, am Schluss noch 5 verschiedene Desserts zu Essen (zu meiner Verteidigung: sie waren klein und Etienne hat auch geholfen...) - auf jeden Fall hab ich mich offensichtlich ueberessen und ich musste dafuer auch zuempftig buessen. Ich konnte am Nachmittag kaum mehr durch die Strassen rollen und der arme Etienne musste immer wieder mal eine Verdauungs-Pause fuer mich einlegen. Wir haben aber dennoch einiges gemacht und gesehen; so auch ein paar Elvis'es
Und nein, wir haben nichts gewonnen! Konnten wir auch gar nicht, weil wir gar nicht gespielt haben!!!! Ich hab staendig gesagt, dass ich nicht ohne gamblen aus Las Vegas raus will, aber am Schluss kam's doch so! Tzzz. Das Problem war eben auch, dass die mein Geld gar nicht wollten! Ich hatte gaaaanz viele Quarters und checkte alle Slotmachines ab: die nehmen gar keine Muenzen mehr! So ein Bschiss! Man muss da doch Geld reinwerfen koennen und es soll dann kraeftig Klimpern wenn man gewinnt - aber nein, man muss so Kaertli kaufen und wenn man gewinnt kommt so ein Beleg raus. Wo ist denn da der Spass, bitteschoen?!?! Tja, so schauten wir halt den vielen Verlierern zu wie sie zb $500 aufs mal beim Black Jack liegen liessen und kaum sehbar mit der Wimper zuckten, oder wie Frauen aufgeregt Wuerfel in das Craps Becken werfen und dabei wild angefeuert werden, oder wie die Kugel im Roulette rumhuepft und der knapp 21 Jaehrige nervoes an den Naegeln kaut. Es werden wohl viele Schicksale in dieser Stadt besiegelt und die meisten gehen wohl negativ fuer den Spieler aus - wenn man sieht wie die Casinos Berge an Spielchips bei jeder Runde einsammeln, dann wird einem nur schwindlig ab dem Gedanken, was die Leute hier mit Hoffnung auf ein glueckliches Haendchen liegen lassen! Aber ein bisschen was haett ich der Stadt schon schenken wollen - tja, ein ander mal...
A ja, das war auch noch lustig: in den Casinos gibts immer so spezielle Slotmachines wo man um ein Auto als Hauptgewinn spielt. Da gibt es Mustangs, BMWs, Corvettes und... einen Smart. Hihi, da stand doch wirklich so ein kleines Smartli aufgebockt in der Mitte, umringt von (verlassenen) Slotmachines. Tja, da haetten sich die Casinobesitzer wohl etwas besser um die Beliebtheit dieses Kleinautos unter dem durchschnitts-Ami-Gambler informieren muessen. Etienne haett wohl auch lieber um den Mustang gespielt...

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