Lee in San Francisco

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Mai 05, 2009

Der Campingplatz im Arches NP fuellt sich jeweils sehr frueh und daher verbrachten wir mal eine erste Nacht in einem RV Park in Moab. Nicht grad der Hammer, der RV Park, aber mit Pool und so gabs mal wieder ein Baedli fuer uns Alle. Danach machten wir eine wunderschoene Wanderung in einem Canyon (Negro Bill Canyon) noerdlich von Moab - wir haben im Visitor Center nach einem Wanderweg mit Hund gefragt und nicht so viel Schoenes erwartet. Der Weg war sandig und zum Teil etwas felsig und fuehrte entlang einem Bach den man immer mal wieder ueberqueren musste. Die roten Felswaende aus Sandstein ragten hoch ueber und wurden mit der Abendsonne immer roeter. Lionel machte sich recht gut im Rucksack und am Schluss durfte er dann noch ca 20 Minuten selber laufen - er ist schon recht geschickt mit ueber Stock und Stein laufen und auch rauf und runter kann er schon ziemlich gut. Wir sind immer wieder erstaunt wie schnell er vorwarts kommt und dabei wild mit den Armen fuchtelt und plappert. Das Wandern gefaellt ihm eindeutig - mal schauen bis zu welchem Alter das anhaelt!

Am naechsten Morgen stand Etienne um 5Uhr auf damit er um 6Uhr beim Arches NP Visitor Center fuer einen Camping anstehen konnte - Lionel und ich schliefen da noch gemuetlich vor uns hin. Zumindest hat sich das fruehe Aufstehen gelohnt und Etienne war der erste am Tor und dann auch der Erste der um 7:30 einen Campingplatz erhielt (kurz darauf waren dann auch schon alle Plaetze weg). Was Etienne nicht wusste war, dass er nun die 40Min Fahrt ans Ende der Strasse machen musste um auf dem Campingplatz auch den wirklich Platz zu reservieren (am Visitor Center gab es nur einen Voucher)... Uff, viel Fahren am Morgen frueh. Als er um 10Uhr dann zurueck war gab es wenigstens Pancakes zur Belohnung. Dann fuhren wir mit Sack und Pack den Weg (fuer Etienne zum dritten Mal) zum Camping Platz im Arches NP. Zum Glueck ist diese Fahrt atemberaubend schoen und Etienne konnte sich die Schoenheit diesmal vom Beifahrersitz ansehen. Der Campingplatz ganz am Ende der Strasse ist ebenfalls unglaublich schoen - der Boden ist aus rotem, feinen Sand, welcher zwischen den roten Sandsteinfelsen liegt. Die felsen sind alle in weichen, welligen Formen und dazwischen wachsen Buesche und Straeucher, Kakteen und Blumen. Etienne musste mal ein Schlaefchen einfuegen und so erkundeten Lionel und ich die Umgebung und spielten in dem Sand und kletterten ueber die Felsen.







Gegen Abend fuhren wir dann bis zur Wolfe Ranch (im Arches NP), von wo aus ein ca. 5km Weg zum Delicate Arch fuehrt. Zuerst geht es ueber einen felsigen Weg bis an den Fuss von dem Sandstein, von da ziemlich steil auf die Kuppe, dann ueber einen engen, in den Fels gehauenen Pfad um einen Fels und Tataaa, da sieht man auf diesen unglaublichen Felsbogen!





Dahinter sieht man die La Sal Mountains mit ihrer Schneehaube. Man kann es wirklich kaum beschreiben und ich hab selten so ein prefektes Naturmonument gesehen. Es hatte zwar schon eine gewisse Menschenansammlung (ein schoener Platz um den Sonnenuntergang zu geniessen), aber irgendwie stoehrte das nicht (oder konnte das Staunen nicht druecken). Wir blieben nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern machten uns dann langsam wieder auf den Abstieg - Lionel hatte dazwischen etwa 1h geschlafen (und nicht mal den Arch gesehen!) und langsam erwachte er auf meinem Ruecken und wurde zappelig. Er durfte dann am Schluss wieder laufen - fiel um und schlug sich die Lippe blutig, armer Kerl - wir sahen zu seiner Freude und Aufheiterung dann noch Froesche und liefen ueber ein Brueggli... da war die Welt wieder in Ordnung.



Am naechsten Tag (Dienstag) genossen wir mal ein ausgibiges Zmorgen. Dann fuhren wir bis zum Balancing Rock: ein grosser Felsbrocken welcher auf einem schmaeleren Felssockel sitzt. Ein kurzer Weg fuehrt um diese kuriose Gesteinsskuptur und Lionel war aktiv am laufen und Treppen steigen.



Danach fuhren wir zur Windows Section, wo es mehrere Arches gibt. Da machten wir eine ca. 1Stuendige Tour vorbei am North und am South Window und zurueck auf der Rueckseite - Lionel sass dabei auf Etienne's Ruecken und zeigte kraeftig auf jeden Kaktus, begleitet von einem wehementen 'ga-ctu'. Lionel sagt noch nicht super viel, aber er kennt immer mehr Woerter und ist ganz stolz auf sich (viele wuerde ein Aussenstehender wohl gar nicht erkennen, aber Eltern sind da ja etwas nachgibig...).





An der selben Stell kann man noch auf einem kurzen Weg einen Double Arch anschauen - natuerlich liessen wir uns auch dies nicht entgehen. Man muss etwas aufpassen wenn man so viele schoene Dinge auf so engem Raum sieht - mit der Zeit nimmt man es ein bisschen weniger ernst. Der Double Arch ist extrem eindruecklich: sehr hoch und mit zwei Bruecken von einem Punkt aus gehend. Sogar Lionel schaute anerkennend zu den Boegen hoch.



Danach fuhren wir zurueck zum Campingplatz (und zu einem freudigen Floyd) und machten uns einen eher gemuetlichen Nachmittag. Gegen Abend machten wir noch einen Wanderung vom Camping aus: the Devil's Garden. Lionel war aber nicht sehr kooperativ und nach ca 30 Minuten kehrte ich mit ihm wieder um - sein Gezappel und Genoergel war mir einfach zu viel; ich nahm ihm das aber nicht uebel, schliesslich war er schon einige Male an diesem Tag im Rucksack und irgendwann reichts wohl einfach ;-). Etienne ging den Weg noch bis ans Ende waehrend ich zum Camping zurueck kehrte - etwas traurig, aber auch ein bisschen froh weil ich beim zurueck Laufen gemerkt hab, dass ich eigentlich sehr muede bin ;-).

Die Sternennaechte hier im Arches NP sind unglaublich - es hat keine grossen Staedte in der Umgebung und die Luft ist klar in dieser Hoehe.



Am naechsten Morgen (Mittwoch) packten wir unsere 7 (Tausend) Sachen zusammen und machten noch einen letzten Walk zu dem Sand Dune Arch - man kommt sich vor wie aus dem Maerchen von Allibaba und ich fragte mich wo in diesen hohen Felswaenden wohl die versteckte Tuer zu finden ist.



Nach dem Arches NP verbrachten wir 2 Naechte in einem schoeneren RV Park in Moab - mit viel Gruen und einem Baum vor der Trailertuer. Wir richteten uns ein, machten mal wieder die noetige Waesche, assen Glace und gegen Abend gingen wir nochmals in dem tollen Canyon (Negro Bill Canyon) laufen - wir brachten Lionel fast nicht mehr aus dem Wasser raus - er waer wohl den ganzen Flusslauf hochgelaufen! Ich weiss jetzt noch nicht wie Etienne ihn 'Teubelifrei' vom Wasser weg bekommen hat!





Da nun Lionel und Floyd etwas muede waren, wagten wir die "most senic road" (Highway 128) hoch (und runter) zu fahren - es ist zwar schon etwas komisch einfach mal 70km pro Weg zu fahren, weil es da schoen ist; aber es war wirklich sehr schoen! Die Strasse fuehrt entlang dem Colorado River (welcher etwas weiter flussabwaerts den Grand Canyon geformt hat). Um das Flussbett ist es sehr gruen mit Baeumen und Schilf, waehrend die kargen, roten Felsen einen starken Kontrast dazu bilden.





Am letzten Tag in Moab wollten Etienne und ich auf eine Mountainbike Tour gehen - wir dachten eigentlich schon, dass wir einen Babysitter fuer Lionel gefunden haben, aber sie entschied sich dann doch noch dagegen. Wir waren schon etwas entteuscht, wiederum haett ich mich wohl auch nicht ganz entspannen koennen wenn Lionel so ohne Vorwarnung grad 5h bei einer fremden Person haett bleiben muessen. Naja, so entschied das "Schicksal" fuer uns und Etienne musste halt alleine gehen waehrend Lionel und ich auf Shoppingtour gingen. Die Slickrocks sind bekanntes Bikegebiet hier in Moab; der Trail ist mit weissen Strichen markiert und es git auf und ab - Etienne hatte Spass. Es war aber anscheinend noch recht happig und vielleicht war es doch besser, dass ich da nicht dabei war (meine Form laesst naemlich schon einiges zu Wuenschen uebrig).



Am Abend haben wir uns erschoepft (von Shopping und Biken) ein feines Znacht in einem Steakhouse gegoennt (Lionel spielte waehrend dem 3 Gaeng Znacht durchgehend mit seinen Tierlis und seinem Trinkgefaess ;-).