Lee in San Francisco

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April 19, 2009

Prescott - Verde valley - Sedona

Nachdem wir einen gemuetlichen Tag am Canyon Lake verbrachten, schuben wir mal wieder einen laengeren Fahrtag ein, bis nach Prescott, AZ - Phoenix liessen wir dabei links liegen - die grossen Staedte ziehen uns nicht so an. Arizona ist einfach schon nur schoen wenn man durch faehrt! Leider sind die meisten Raststellen geschlossen (oder zumindest die die wir nehmen wollen) und so gab es einen Mittagshalt an einer nicht grad idyllischen Feldwegeinfahrt (ok, Feldweg passt hier wohl nicht so ganz: roter Lehmboden) - wir machten einen kleinen Spaziergang um die Beine zu vertreten und mussten Floyd und Lionel zwischen Bergen von Glasscherben durch lotsen. Anscheinend kommen die Heimischen hier her um mit ihren Schrotflinten (neben Glas auch reichlich Schrothuelsen) auf Flaschen zu schiessen - das ist wohl "The Western Way of Recycling"...

Kurz vor Prescott lagen die Nerven im Auto langsam blank - Floyd naeschtete nervoes herum, Lionel quaengelte weil er nicht mehr im Sitzli sitzen mochte, Etienne war genervt weil ich die Karte nicht im Griff hatte und mir Platze fast der Kopf und ich fauchte in alle Richtungen zurueck. Uff, zum Glueck ein RV Park, hat Platz und ist sogar noch nett gelegen inmitten von roten Felsbrocken. Kurz davor sahen wir noch einen schoenen See und nachdem wir uns des Trailers entledigt hatten gingen wir da auf einen einstuendigen Spaziergang. Genau das richtige nach der langen Fahrt: Floyd konnte frei rumrenne, Lionel ueber Brueggli trampeln und auf jede Ente zeigen und wir ein bisschen sorgenfrei schlendern. Das hat gut getan und war so schoen dass Etienne am naechsten morgen frueh aufstand und Floyd nochmals auf einen laengeren Hike dahin ausfuehrte.





Nachdem mal wieder was am Trailer geflickt war (dh an der Anhaengerkupplung des Autos: die Kupplungskugel fiel fast ab!!!) fuhren wir Richtung Sedona ueber eine super schoene, windige Passstrasse. Dabei passierten wir ein kleines Kuenstlerdorf welches eindruecklich an die Steile Bergwand gebaut ist (ok, in Europa kennt man das ja, aber hier ist das schon speziell). Je naeher wir nach Sedona kamen desto roter wurde das Gestein und desto mehr 'Berge' kamen zum Vorschein - die roten Felsformationen um diese Stadt machen sie sehr begehrt fuer Outdoor (Wandern, Biken, Klettern) und auch spirituell angehauchte Leute (es gibt zahlreiche Handleser und Aurareiniger Geschaefte hier, sogar ein kleines UFO haben wir gesehen...).





Zum Glueck fanden wir einen Zeltplatz etwas ausserhalb des Rummels, in einem schoenen Wald an einem Fluss. Hier blieben wir fuer 2 Naechte in unserem engen Trailer (wir konnten das Slideout - der Teil des Trailers den man beim campieren eigentlich ausfahren kann - nicht ausfahren; hmmm, irgendein technisches Problem welches wir am Montag flicken mussten...). Zum Glueck war gutes Wetter (wie eigentlich immer seit wir am Reisen sind) und so hielt uns eh nicht viel im Innern des Trailers.

Wir erkundeten in den zwei Tagen die eindrueckliche Gegend einmal im Auto auf einer 4x4 Strecke, einmal als Wandermannschaft: da waren wir auf einem tollen Weg unterwegs welcher entlang eines Fluesschens ein Tal hoch fuehrte. Lionel war anfangs zapplig, dann schlief er aber mal ein und so war es herrlich ruhig fuer ein Stuendchen. Danach wollte der Kleine natuerlich nicht mehr laenger auf meinem Ruecken sitzen und stattdessen durch das Bachbett stapfen (inklusive Reinfallen und Windeln nahe ans Verplatzen bringen - natuerlich hatte ich keinen Ersatzwindel dabei...). Danach war er wieder etwas Energie-Entladen und wir konnten den Weg zurueck beenden. Floyd trug waehrend dem ganzen Hike seinen Backpack gefuellt mit 4Liter Wasser. Er kam schon etwas ins Hecheln und mit der Zeit machten ihm die etlichen Bachueberquerungen nichts mehr aus und er nutzte sie zum Trinken (sonst ist er ja gar wasserscheu!). Zurueck beim Trailer waren wir alle dann etwas muede - aber nicht unser kleiner Mensch, bei ihm ging der Spass erst los und so musste Etienne mit ihm noch auf Tannzapfen Suche, Fisch Beobachtung (Lionel sagt nun Fisch, es klingt zwar mehr nach "Isch", aber das zaehlt doch ;-), Aeuteli Fahren, etc. Danach war er immer noch nicht muede und ich ging noch mit ihm auf die Leutsch...