Abtauchen
Sobald meine Schwester und ihr Mann San Francisco verlassen hatten, ging es bei uns bereits weiter mit Programm. Etienne hatte mir zu Geburtstag einen Tauchkurs geschenkt, der begann am 18. April mit einer Poolsession am Abend. Ein bisschen Formulare ausfuellen (dass man nicht verklagen kann und auch schoen gesund ist) und einen Schwimmtest absolvieren (damit man dann nicht im Meer gesteht, dass man gar nicht schwimmen kann). Das klingt ja nicht so arg. Der Pool war aber ein Aussenpool und obwohl geheizt, war es saumaessig schlotterig kalt. Wir machten so das eine und andere: tauchen und strampeln und taucherbrille ausblasen (= die Brille mit Wasser fuellen und durch Luftausblasen ueber die Nase wieder mit Luft fuellen) und Flossen testen. Nach 3 Stunden war dann einfach genug, Etienne hatte blaue Lippen und ich werd auch nicht grad freundlicher wenn ich am schlottern bin. Wir durften dann zum Glueck auch raus aus dem kalten Wasser.
Am Wochenende nach der Poolsession gings dann etwas mehr zur Sache - aber immer noch im Pool: Theorie und echte Uebungen, mit Sauerstoffflasche und zum Glueck auch einem dicken Neopren Anzug. Das war dann schon ein bisschen was anderes. Zum einen fuehlt man sich ja extrem unbeholfen wenn man mit der ganzen Ausruestung so um den Pool stolpert(und erst wenn man versucht sich mit dem ganzen Gewicht aus dem Pool zu hiefen!) zum andern ist das Gefuehl des Schwebens im Wasser einfach einmalig. Der Pool bot da aber mal abgesehen des Schwebegefuehls nicht so viel Spektakulaeres. So freuten wir uns auf das kommende Wochenende, wo wir dann in Monterey ins Meer stiegen.
Zuerst hiess es aber eine Woche bueffeln. Wir mussten ein Buch lesen und ueber Material, Rettungstechnick und all die physikalischen Prozesse beim Tauchen bescheid wissen. Es gab naemlich auch ein Test - ok, war ein Heimtest. Wir haben mit 0 Fehlern bestanden, wir Streber... Tja, ich kanns halt immer noch nicht lassen ;-). So waren wir also gut Vorbereitet fuer das Meer. Am Freitag Abend fuhren wir nach Monterey und bezogen unser 0-8-15 Motel Zimmer fuer laeppische 100$ die Nacht! Grummel. Am naechsten Morgen um 7Uhr standen wir auf der Matte, oder besser auf dem Strand. Da war aber nichts von wegen Morgen-Tauch Romantik: der ganze Strand war uebersaeht von wuselnden Gestalten in schwarzen Neoprenanzuegen: es sah aus wie ein Navi-Seal Grosseinsatz. Einzig die kleine Gruppe von Delfinen, die nahe am Strand ihre Runde drehten, liessen da von der Hektik etwas absehen. Naja, wir waren ja nicht zum Verguegen da, hihi. Drum gings dann auch gleich los ins Meer, wo man durch die etwas eingeschraenkte Sicht (ca 7 Meter) eh keine andern Taucher mehr sah. Wir mussten uns auch konzentrieren um all die verschiedenen Uebungen zu absolvieren. Am Nachmittag gabs dann auch noch einen normalen Tauchgang wo wir uns mehr auf die Unterwasserwelt als um verlorene Mundstuecke und Rettungsuebungen kuemmern konnten. Es war sehr eindruecklich: in dem kalten Wasser lebt doch so einiges, von Seesternen, Seeigeln, Seegurken, diversen Krabben, zu Fischen, Robben und Seeottern. Eine Robbe hat uns auf dem Tauchgang begleitet und ueber Wasser kamen wir auf ca 5 Meter zu einem Otter, der auf dem Ruecken treibend gemuetlich sein Essen verspies. Das war sehr eindruecklich, auf jeden Fall fuer mich. Am Sonntag machten wir dann nochmals zwei Tauchgaenge, wobei der Zweite ein 'Selbsttauchgang' war. Bis jetzt war ja immer Mitch, unser Tauchlehrer, zur Seite und schob und scheuchte uns in die richtige Richtung und Tiefe. Der letzte Tauchgang machten wir nur zu Zweit, ganz ohne dass man Flossen der andern in der Maske hatte oder durch den aufgewirbelten Sand der voraus Tauchenden nichts mehr sah. Wir tauchten um Felsen und Kelpwaelder und wir fuehlten uns bei der Sache schon ziemlich wohl. Das war eindeutig der schoenste Tauchgang des Wochenendes und wir waren doch schon auch ein bisschen stolz, dass wir das so ganz ohne Hilfe fertiggebracht haben.
Unsere Gruppe war noch recht amuesant: ein paar Russen die einen relativ derben Humor haben und extrem nett sind und schoen auf uns aufgepasst haben (da haett uns die russische Mafia also nichts anhaben koennen) und ein eher unauffaelliges Paaerchen. Der Tauchlehrer ist ueber 60 und ein super Patriot (wir waren in seinem Haus. Boah...) und ex Feuerwehr-Chef von San Francisco. Er ist ziemlich abgebrueht, hat auch zu allem eine Story gehabt und nicht wenige endeten mit dem Tod eines Menschen der irgend was Daemliches getan hat. Mal abgesehen von der Tatsache, dass er sich mit der Unkontrollierbarkeit der Russen nicht ganz abfinden konnte, war er sehr amuesant und man hat defnitiv was gelernt in seiner Klasse.
Unser Tauchabenteuer wird Ende Juni weiter gehen, wo wir einen Advanced Tauchkurs absolvieren (mit Nachttauchgang, Tieftauchgang und so Gspaess). Ich bin schon gespannt...
Am Wochenende nach der Poolsession gings dann etwas mehr zur Sache - aber immer noch im Pool: Theorie und echte Uebungen, mit Sauerstoffflasche und zum Glueck auch einem dicken Neopren Anzug. Das war dann schon ein bisschen was anderes. Zum einen fuehlt man sich ja extrem unbeholfen wenn man mit der ganzen Ausruestung so um den Pool stolpert(und erst wenn man versucht sich mit dem ganzen Gewicht aus dem Pool zu hiefen!) zum andern ist das Gefuehl des Schwebens im Wasser einfach einmalig. Der Pool bot da aber mal abgesehen des Schwebegefuehls nicht so viel Spektakulaeres. So freuten wir uns auf das kommende Wochenende, wo wir dann in Monterey ins Meer stiegen.
Zuerst hiess es aber eine Woche bueffeln. Wir mussten ein Buch lesen und ueber Material, Rettungstechnick und all die physikalischen Prozesse beim Tauchen bescheid wissen. Es gab naemlich auch ein Test - ok, war ein Heimtest. Wir haben mit 0 Fehlern bestanden, wir Streber... Tja, ich kanns halt immer noch nicht lassen ;-). So waren wir also gut Vorbereitet fuer das Meer. Am Freitag Abend fuhren wir nach Monterey und bezogen unser 0-8-15 Motel Zimmer fuer laeppische 100$ die Nacht! Grummel. Am naechsten Morgen um 7Uhr standen wir auf der Matte, oder besser auf dem Strand. Da war aber nichts von wegen Morgen-Tauch Romantik: der ganze Strand war uebersaeht von wuselnden Gestalten in schwarzen Neoprenanzuegen: es sah aus wie ein Navi-Seal Grosseinsatz. Einzig die kleine Gruppe von Delfinen, die nahe am Strand ihre Runde drehten, liessen da von der Hektik etwas absehen. Naja, wir waren ja nicht zum Verguegen da, hihi. Drum gings dann auch gleich los ins Meer, wo man durch die etwas eingeschraenkte Sicht (ca 7 Meter) eh keine andern Taucher mehr sah. Wir mussten uns auch konzentrieren um all die verschiedenen Uebungen zu absolvieren. Am Nachmittag gabs dann auch noch einen normalen Tauchgang wo wir uns mehr auf die Unterwasserwelt als um verlorene Mundstuecke und Rettungsuebungen kuemmern konnten. Es war sehr eindruecklich: in dem kalten Wasser lebt doch so einiges, von Seesternen, Seeigeln, Seegurken, diversen Krabben, zu Fischen, Robben und Seeottern. Eine Robbe hat uns auf dem Tauchgang begleitet und ueber Wasser kamen wir auf ca 5 Meter zu einem Otter, der auf dem Ruecken treibend gemuetlich sein Essen verspies. Das war sehr eindruecklich, auf jeden Fall fuer mich. Am Sonntag machten wir dann nochmals zwei Tauchgaenge, wobei der Zweite ein 'Selbsttauchgang' war. Bis jetzt war ja immer Mitch, unser Tauchlehrer, zur Seite und schob und scheuchte uns in die richtige Richtung und Tiefe. Der letzte Tauchgang machten wir nur zu Zweit, ganz ohne dass man Flossen der andern in der Maske hatte oder durch den aufgewirbelten Sand der voraus Tauchenden nichts mehr sah. Wir tauchten um Felsen und Kelpwaelder und wir fuehlten uns bei der Sache schon ziemlich wohl. Das war eindeutig der schoenste Tauchgang des Wochenendes und wir waren doch schon auch ein bisschen stolz, dass wir das so ganz ohne Hilfe fertiggebracht haben.
Unsere Gruppe war noch recht amuesant: ein paar Russen die einen relativ derben Humor haben und extrem nett sind und schoen auf uns aufgepasst haben (da haett uns die russische Mafia also nichts anhaben koennen) und ein eher unauffaelliges Paaerchen. Der Tauchlehrer ist ueber 60 und ein super Patriot (wir waren in seinem Haus. Boah...) und ex Feuerwehr-Chef von San Francisco. Er ist ziemlich abgebrueht, hat auch zu allem eine Story gehabt und nicht wenige endeten mit dem Tod eines Menschen der irgend was Daemliches getan hat. Mal abgesehen von der Tatsache, dass er sich mit der Unkontrollierbarkeit der Russen nicht ganz abfinden konnte, war er sehr amuesant und man hat defnitiv was gelernt in seiner Klasse.
Unser Tauchabenteuer wird Ende Juni weiter gehen, wo wir einen Advanced Tauchkurs absolvieren (mit Nachttauchgang, Tieftauchgang und so Gspaess). Ich bin schon gespannt...

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