Andere Laender, andere Sitten
San Francisco ist wohl im Vergleich zu anderen Weltstaedten eher aehnlich zu meiner Baslerischen Heimatstadt. Dennoch fallen einem im taeglichen Leben Dinge auf, die bei uns einfach anders sind. Dies Dinge sind positiv, negativ oder auch neutral. Schon lange wollte ich solche Eindruecke in einer Liste festhalten. Da das Leben weiter geht, ist die Liste "to be continued..."
Was mich erfreut
Was mich erstaunt
Was mich nervt
Was ich vermisse
Was mich erfreut
- Die fast morgentliche, musikalische Begruessung "unseres" (naja...) Saxspielers in der Ubahn-Station. Er sieht aus als waere er ein Direktimport von den Strassen von New Orleans
- Essen: Burgers vom Burgermeister, Ben & Jerry's diverse Glaces, Peppridge Farm Super Chunk Chochlate Chips Cookies, Fruechte und Gemuese aus der Region (Avocados, Artischocken, Spargeln...), ca. 100 verschiedene Cornflakes zur Auswahl
- "No late fees" - man kann die ausgeliehenen DVDs so lange behalten wie man moechte - die von Blockbusters waeren einfach froh, wenn man die Filme nach einer Woche zurueck bringt, aber nach Vertrag, darf man auch noch etwas zuwarten...
- Shopping ohne Grenzen - man gewoehnt sich sehr schnell an die 7 Tage und viiiele Stunden am Tag Oeffnungszeiten. Kein aus dem Buero hetzen weil man noch was von der Migros haben muss...
- Super Size Kuecheneinrichtung - Platz im Kuehlschrank fuer alles, kein Gestapel und bis zur Unerkennbarkeit Vergessenes im hinteren Kuehlschrankbereich mehr! Truthan konformer Backofen - ok, das waer bei einem 2 Personen Haushalt wohl nicht umbedingt noetig. Aber es ist doch schon eindruecklich, dass man sich mit etwas Geschick im Backofen verstecken koennte...
- Kitchenaid Maschinen - die absolut schoensten und toellsten Kuechengeraete. Allen voran der kunderbunte Standmixer im Retrolook (eine rote Ausfuehrung ziehrt auch unsere Kueche...)
- Der Superhaexler - in der Kueche befindet sich ein (natuerlich ueberdimensioniertes) Spuelbecken mit eingebautem Restenvertilger: im Abguss hat es naemlich einen Haexler drin. Man kann also das Zeug, das beim Abwaschen anfaellt, einfach da rein schuetten und dann den Knopf druecken - und die Abfaelle sind Geschichte! Laess! Das Beste daran ist, dass Etienne davon fasziniert ist und nun immer freiwillig abwaescht ;-)
Was mich erstaunt
- Man wird sich immer wieder bewusst, dass wir hier in einer Grossstadt sind - so zum Beispiel sahen wir letzte Woche beim Heimfahren, dass Moby grad ein Konzert gibt... wir hatten keine Ahnung davon, sonst waer das ev dem Kino vorzuziehen gewesen...
- Die Vorliebe der Amis fuer Mini-Hunde (wer Valerie kennt, hat das auch schon von ihr gehoert...) - wir sahen doch tatsaechlich so eine Kleinausfuehrung, die einen riesen Satz ueber ein eingelegtes Tramgeleise machen musst... tja, ob das noch als Hund durchgeht?
- Wie die Homeless Leute es schaffen, hier durch zu halten. Es ist wirklich erstaunlich, wie gewisse Leute am Morgen frueh im Schlafsack und Regen an einer Hausmauer schlafen. Der Anblick tut einem immer wieder weh - und dennoch sind die meisten Bettler sehr freundlich und nicht grob.
- Wie der Regen die Stadt beinflusst: Die Strassen weisen ueberall riesige Tuempel auf (juhee auf dem Velo), die Rolltreppen in die Ubahnstation funktinoiert ja sonst auch nur selten, nun garaniert nicht mehr, Ubahn- und Tramverkehr kommen teilweise zackig zum erliegen und Verspaetungen sind vorprogrammiert und natuerlich ertrinken die Minihund beinahe...
Was mich nervt
- Die Strassen von San Francisco - wir sind in der Schweiz ja schon verwoehnt, aber es gaebe da ja noch was zwischendrin. Die Strassenbelaege sind so schlecht, dass man durch das Geholper die im Rucksack mitgefuehrte Milch grad zu Butter schlaegt.
- Und nochmals die Strassen von San Francisco - die habens hier mit den roten Ampeln. Auf groesseren Strassen muss man wirklich an jeder Kreuzung anhalten - das einzig Gute daran ist, dass so die Autos auch nicht schneller sind als wir Veloeler!
- Der kalte Winde - auch wenn die Sonne scheint, so ist es zum Teil recht frisch in dieser Stadt, je nach dem ob man gerade dem kalten, pazifischen Wind ausgesetzt ist oder nicht. Zudem kommt der teilweise schon recht starke Wind immer vom Meer, das heisst bei unserer taeglichen Heimfahrt kaempfen wir nicht nur gegen Huegel, sondern auch gegen Orkanboehen an. Uff, schweisstreibend!
- Amerikanischer TV - ok, ich geb zu, sehr viel Erfahrung hab ich noch nicht mit dem ami Fernsehprogramm. Aber wenn man es schafft, waehrend einer 20 Minuetigen Friends Staffel 3 Werbebloecke einzuschleusen, dann kann das kein gutes Zeichen sein (und das beinhaltet die Werbung vor und nach der Sendung noch nicht!)
Was ich vermisse
- All meine Freunde und Familie - aber das muss ich wohl nicht extra sagen
- Essen: Blaettertaig (hab ich aber schon selber gemacht, uffff...), Vanillezucker (dank Valerie hab ich auch dazu bereits ein Rezept), Excellence Yogurt von der Migros, Butter und Milch mit dem typischen, rahmigen Geschmack
- Die Puenktlichkeit und Zuverlaessigkeit der oeffenltlichen Transportmittel. Hier hofft man meistens einfach und wenns Regnet, dann hofft man nicht mal mehr...
- Manor - oder einen aehnlichen Laden, wo man einfach so ein bisschen Alles bekommt. Es gibt zwar schon so Laeden, die sind aber alle ausserhalb der Stadt und daher nicht in unserem Bewegungsradius...

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