Lee in San Francisco

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März 04, 2005

Snowboarden am Lake Tahoe

Das Wochenende fing mit einer harten Pruefung an - am Freitag Morgen musste ich mich einem Japaner beweisen, damit ich dann endlich offiziell in Californien Autofahren darf. Ich musste fuer meine Fahrpruefung extra ein Auto mieten. Als ich am Schalter der Pruefungsstelle stand, sagte mir die nette Dame, das ich mit dem Auto die Pruefung nicht machen darf. Ich hab das Auto und die fuer die Pruefung noetige Versicherung auf meinen Namen (Lee Barman) geloest - auf meinen Unterlagen fuer die bevorstehende Fahrpruefung stand aber (wie eben auch in meinem Ami-Pass) "Andrea Lee Barman" (ja, fuer Alle die es nicht wissen, ich waer offiziell eine Andrea, aber meine Eltern beschlossen eines Tages, mich doch bei meinem zweiten Namen zu nennen). Da half auch wildes rumgefuchtelt mit meinen etlichen Ausweisen, wo uebereinstimmende Bilder und verschiedene Namen drin standen, nicht viel. Die Dame meinte nur, dass ich mir den Schlamassel selber eingebrockt haette. Am Schluss war sie aber gnaedig und kunsultierte dennoch den Supervisor - uff, dem war das ziemlich egal und so konnt ich mich dann mit weichen Knien ins Auto setzen. Zu mir setzte sich dann ein witziger Japaner - dem gefiel mein Name - und es konnte los gehen. 10 mal Links abbiegen, 10 mal Rechts abbiegen, zum Teil zwei Mal die selbe Strasse hoch... er hatte so eine Strichliliste und wenn man ueber eine gewisse Anzahl von kleinen Fehlern kommst (also wenn man zb nicht schoen brav links-rechts-links schaut beim ueberqueren einer gruenen Ampel), dann faellt man durch. Weil ich ja nie eine Stunde genommen hab und die ganzen Tricklis nicht wirklich kannte, war ich dann schon ein bisschen nervoes, wennimmer der Herr mit dem Kugelschreiber rumfuchtelte. Ich hab dann aber nur 5 von erlaubten 15 Strichlis gehabt, uff… so hatten sich die 55$ der Automiete wenigstens gelohnt!
Danach gab es dann die gebuehrende Belohnung: ein Wochenende in den Bergen. Es war das Skiweekend von Etiennes Firma, es ging nach Northstar at Tahoe, in der Sierra. Wir konnten mit einem Typen von Etiennes Geschaeft mitfahren, da wir immernoch ohne Auto (und uebrigens auch TV!) leben. Es war eine schoene, dreistuendige Fahrt. Weil ich ja die Landschaft nicht kenne, habe ich fleissig aus dem Fenster geschaut. Alles ist sehr gruend zur Zeit, im Sommer sei das alles braun... kann man sich gar nicht vorstellen... Ist auch noch ungewohnt, hier faehrt man einfach auf der Autobahn bis auf etwa 1400 Meter Hoehe. Die Berge sind irgendwie ganz anders als bei uns, es hat nicht ein tiefes Tal zwischen allen Bergen, sondern das ganze Tal liegt schon sehr hoch (eben auf ca 1400 Metern). Die Berge sind auch weiter auseinander, ein bisschen offener, so dass man kein einengendes Gefuehl hat. Auch noch schoen - wobei es natuerlich nicht an die Schweizer Aplen rankommt, versteht sich.
In Northstar at Tahoe hatten wir ein ganz gemuetliches Studio, echt herzig mit vielen Patchworkdecken und einem Kamin, mit einem unechten Feuer – das heisst es war schon heiss und brannte richtig, es war einfach kein echtes Holz drin sondern Flammen von einer Gasleitung. Das falsche Holz beginnt dann mit der Zeit zu gluehen und es sieht verblueffend echt aus – aber die Idee ist schon gewoehnungsbeduerftig! Am Samstag gings dann frueh auf die Piste und das hat sich auch gelohnt! Die Pisten waren super schoen praepariert, breit, ohne Bumps und super Schnee. Am Himmel gabs kein Woelkchen und Etienne und ich konnten gar nicht genug kriegen vom rauf und runter flitzen!



So einen schoenen Skitag hatte ich schon lange nicht mehr! Am Nachmittag wurde dann der Schnee etwas schwerer und sulziger, weil es einfach so super sonnig und warm war, aber es blieb immer recht gut fahrbar. Wir haben dann von 9 Uhr bis um 4 Uhr (Liftschluss) durchgehalten und das mit nur ca 30 Minuten Pause. Ich war recht stolz auf mich! Heut spuer ich aber schon meine Beine ein bisserl... tja, da raecht sich mein Nichtstun der letzten Monate.
Am Samstag Abend gab es dann ein gemeinsames Dinner auf der Mittelstation. Wir konnten also in der Nacht mit den Gondelis hochfahren, war noch cool. Das Essen war ok, nicht der Hammer, aber es war cool mit den Leuten zu reden und wir haben auch noch ein lustiges Paar als Tischnachbarn gehabt (– er sah ein bisschen aus wie Tom Cruise in dem Film Magnolia. Habt ihr den gesehen? und koennt ihr euch erinnern, der spielt dort so einen durchgeknallten, sexistischen, schleimigen Guru. Der Typ glich ihm zum Glueck aber nur aeusserlich!)

Am Sonntag fuhren wir dann schon um 10:00 wieder los Richtung San Francisco. Der Typ mit dem wir fuhren, der wollte eben nicht mehr Skinen und lieber frueh zurueck fahren. Es hat anscheinend am Sonntag Abend extrem viel Verkehr, so dass man dann locker 5 statt den 3 Stunden fuer die Fahrt braeuchte. Fuer uns war es auch ok, klar fuxte es uns ein bisserl bei dem schoenen Wetter, aber so hatten wir auch noch was von der Sonne in der Stadt. Anscheinend soll es jetzt ein bisschen so bleiben: ueber 20 Grad die ganze naechste Woche! Cool! Da freu ich mich recht drauf!