Thanksgiving unter Palmen
Thanksgiving ist hier ein lukrativer Feiertag, vor allem fuer moechtegern Amis wie uns, denen dieses Fest absolut nichts sagt. Wir haben ueber Thanksgiving naemlich zwei Tage frei, das heisst wir muessen nur 3 unserer heiligen Ferientage opfern und koennen 9 Tage Ferien machen. Das liessen wir uns auch dieses Jahr nicht entgehen und so verbrachten wir ein gute Woche auf Roatan, einer hondurischen Insel in der karibischen See vor dem Festland von Honduras.
Am Freitag Nacht gings los mit einem super problemlosen Flug mit der TACA airlines - trotz vielen Warnungen ueber die Unzuverlaesslichkeit dieser suedaemerikanischen Airlines kamen wir puenktlich und mit allen Gepaeckstuecken in Roatan an. Den ersten Tag verbrachten wir bei einem tropischen Sturm mit ziemlich ununterbrochenen Regenguessen im Yacht Club Hotel in French Harbor, einem kleinen Staedchen auf der Suedseite der Insel. Ich hab mich trotz Regen gut unterhalten, Dank meinem neuen Freund, dem Seemann (er ist ein echt guter Zuhoerer!).


Am naechsten Tag ging es dann richtig los mit Ferien - leider immer noch im voelligen Schiff, aber was solls. Wir wurden in unser Feriendomizil, das Reef House Resort, gebracht und konnten grad mal schnell unsere Taschen ins Zimmer stellen, und dann gings gleich ab aufs Tauchboot. Noch rasch die noetige Ausruestung schnappen und sich brav Allen vorstellen (wir waren nur 5 Taucher) und dann ab zum ersten Tauchgrund. An den Divemaster David und seinen Bootsfuehrer Choco mussten wir uns erst mal gewoehnen und die Vorbereitung zum ersten Tauchgang war ziemlich stressig fuer uns: David ist super enthusiastisch und ein Komiker und sagte alles 5 mal (und auch 5 mal zu laut) - gefolgt von 5 maliger Wiederholung durch Choco; aber wir hatten trotzdem keine Ahnung was nun wirklich ab geht. Voellig chaotisch. Naja, wir hatten ja uns als 'Buddies' und tauchten dann halt etwas nervoes, aber vertrauensvoll in die Tiefe. Der Stress war schnell vergessen und wir konnten die vielen coolen Fische und co schon ziemlich geniessen. Mit jedem Tag sahen wir wieder neue Fische, Krebse, Korallen, Schwaemme und tauchten durch Durchgaenge ('swim throughs'), entlang von 'walls' und ueber Korallengaerten. Es war echt super eindruecklich und wir fuehlen uns unter Wasser inzwischen ziemlich pudeli wohl. Auch Davids Art hatten wir dann nach dem ersten Tauchgang verstanden und im Griff. Das Tauchen im warmen (27 Grad!) Gewaessern war fuer uns ja etwas neues und ich genoss es ja sooo, dass ich nicht von Nase bis Zehenspitze in einem 7mm Neoprenanzug stecken musste, um nicht voellig durch zu frieren.
Die Fotos sind uebrigens alle mit meiner kleinen digitalen Canon IXUS gemacht, fuer welche ich ein Unterwassergehaeuse habe. Da die Kamera weder einen Unterwassermodus, noch einen Blitz (ok, schon einen, aber eben...) hat, musste ich die Bilder in Photoshop nach-korrigieren. Fuer die geeks unter euch, hier steht wie's geht (meist ist das Resultat ok, zum Teil aber viel zu stark Kontrastkorrigiert). Zudem: wussted ihr dass man in Photoshops 'Macros' aufzeichnen kann? Ok, genug...


Eine Auswahl an bunter Fischli (gab ganz viele, viele bunte Fischlis)

Ein schoener, fetter Grouper (Barsch)

Eine Gruene Moraene, aeh, Muraene (ich mach da immer ein bisschen ein Puff...)

Ein Porcupine fish (der kann sich kugeln und dann stehen ihm die Stacheln z'Berg) versteckt sich in einem Schwamm; der Arme fuehlte sich recht ertappt und fechelte nervoes mit seinen Flossen

Auch ein Puffer Fisch (kann auch kugeln), etwas kleiner aber dafuer umso unfoermiger aussehend

Kleines Getier - ein Wasserspinne, coole Sache...


Bunte und wilde Schwaemme



Korallen en masse



Roeherenwuermer - klingt nicht so schoen, sind dafuer umso netter anzusehen

Das Reefhouse Resort ist eher klein mit 10 Zimmern die zu keiner Zeit alle belegt waren. Das ganze ist sehr familiaer gehalten, mit einem grossen Tisch an dem alle Gaeste und die Besitzer zusammen Essen und einem Kuehlschrank in der Bar, wo man sein Bier rausnehmen und aufschreibe kann. Also alles sehr easy. Das Essen war eher einfaches, oft auch traditionelles Essen, aber immer super fein - und fuer Etienne gabs immer eine Extraportion.
"Eben noch im offenen Meer, jetzt auf der Showbuehne!"

Es hatte keinen Sandstrand (diese kann man auf Roatan sowieso nicht wirklich nutzen, da sie von Sandflies ueberwuchert sind), aber ein eingehegtes Stueck Meer (= Biologischer Pool) wo Meeresschildkroeten leben mit denen man auch Schnorcheln darf. Dies ist Teil eines Kartierungs- und Wiedereinfuehrungs-Projektes fuer die gefaehrdeten Meeresschildkroeten.

Das Reef House Resort liegt auf einem Key (ein kleine Insel), welches nur ueber Boote zugaenglich ist. Auf dem Key hat es ca 15 Haeuser, das Reef House ist aber das einzige 'Hotel', der Rest sind schoene Ferienhaeuser von reichen Amerikanern und hauptsaechlich eher heruntergekommene Huetten von Einheimischen. Der erste Eindruck bei der Anfahrt zum Hotel war dann schon etwas erschrecken: die Haeuser werden auf Pfloecken im Wasser gebaut und drunter und drum rum liegt Abfall. Wir verstanden nicht, wie man so extrem unsorgsam sein kann. Dann wurden wir aber aufgeklaert: das Wasser ist 'freies Land', wo jeder ein Pfahlhaus bauen darf, ohne Grundstueck zu erwerben. Viel moegen es aber nicht so, ueber dem Wasser zu Leben, daher fuellen sie das Wasser auf. Dazu nutzen sie in der ersten Phase Abfall - alles was Volumen hat und moeglichst nicht verrottet (von Kuehlschrank zu Plastikfaessern so ziemlich Alles). In der zweiten Phase werden dann Steine und Korallen (!) drauf geschuettet. Tja, das erklaert es wenigstens ein bisschen!

Der Tagesrythmus war immer der gleiche: Zmorgen essen, ab aufs Boot und 2 Tauchgaenge mache, zurueck fuers Mittagessen und dann wieder ab aufs Boot fuer den Nachmittags-Tauchgang, danach etwas Ruhezeit, Nachtessen und fuer uns immer ein fruehes ins Bett gehen. Aktiv, schoen entspannend und durchwegs laess. Leider hat uns das Karibik-Wetter etwas im Stich gelassen und so hatten wir nach 3 Tag Regen noch ein paar bedeckte Tage, waehrend deren wir die wenigen Sonnenstrahlen jeweils dankend aufsogen. Tja, man kann nicht alles haben.


Ein weiteres Highlight war der Shark Dive: uns war schon etwas mulmig als wir da ins Wasser sprangen mit dem Wissen, dass unter uns ca 30 Carabean Reef Sharks auf uns warten. Sobald ich die Haie aber sah, da war alles mulmige Gefuehl vergessen. Die Haie sahen wirklich nicht aggressiv aus und schwammen gemuetlich um uns rum (hinter, vor, ueber, unter und seitlich von uns - ueberall!). Sie sind schon sehr eindruecklich (waren ca 2-3 Meter gross), wenn sie so auf dich zu schwimmen und dann zack noch ein bisschen ausweichen und an dir vorbei ziehen. Natuerlich warteten sie alle auf den 'grossen Event' als der Kessel mit den 2 mickrigen Fischstueckchen geoeffnet wurde. Da ging es dann etwas hektisch zu und her fuer ca 10 Sekunden, dann war's auch schon wieder ruhig und die grossen Tiere machten sich wieder davon. Cool!


Ok, die Filmli sind nicht so ganz scharf, aber ich glaub man erkennt doch schon, dass es da so einiges an Haien rum hatte...
Die Ferien in Roatan haben uns wirklich super gefallen und wir hoffen, dass wir wieder mal ins Reef House zurueck gehen koennen - dann hoffentlich mit Blauem-Sonnenschein-Wetter..
Am Freitag Nacht gings los mit einem super problemlosen Flug mit der TACA airlines - trotz vielen Warnungen ueber die Unzuverlaesslichkeit dieser suedaemerikanischen Airlines kamen wir puenktlich und mit allen Gepaeckstuecken in Roatan an. Den ersten Tag verbrachten wir bei einem tropischen Sturm mit ziemlich ununterbrochenen Regenguessen im Yacht Club Hotel in French Harbor, einem kleinen Staedchen auf der Suedseite der Insel. Ich hab mich trotz Regen gut unterhalten, Dank meinem neuen Freund, dem Seemann (er ist ein echt guter Zuhoerer!).


Am naechsten Tag ging es dann richtig los mit Ferien - leider immer noch im voelligen Schiff, aber was solls. Wir wurden in unser Feriendomizil, das Reef House Resort, gebracht und konnten grad mal schnell unsere Taschen ins Zimmer stellen, und dann gings gleich ab aufs Tauchboot. Noch rasch die noetige Ausruestung schnappen und sich brav Allen vorstellen (wir waren nur 5 Taucher) und dann ab zum ersten Tauchgrund. An den Divemaster David und seinen Bootsfuehrer Choco mussten wir uns erst mal gewoehnen und die Vorbereitung zum ersten Tauchgang war ziemlich stressig fuer uns: David ist super enthusiastisch und ein Komiker und sagte alles 5 mal (und auch 5 mal zu laut) - gefolgt von 5 maliger Wiederholung durch Choco; aber wir hatten trotzdem keine Ahnung was nun wirklich ab geht. Voellig chaotisch. Naja, wir hatten ja uns als 'Buddies' und tauchten dann halt etwas nervoes, aber vertrauensvoll in die Tiefe. Der Stress war schnell vergessen und wir konnten die vielen coolen Fische und co schon ziemlich geniessen. Mit jedem Tag sahen wir wieder neue Fische, Krebse, Korallen, Schwaemme und tauchten durch Durchgaenge ('swim throughs'), entlang von 'walls' und ueber Korallengaerten. Es war echt super eindruecklich und wir fuehlen uns unter Wasser inzwischen ziemlich pudeli wohl. Auch Davids Art hatten wir dann nach dem ersten Tauchgang verstanden und im Griff. Das Tauchen im warmen (27 Grad!) Gewaessern war fuer uns ja etwas neues und ich genoss es ja sooo, dass ich nicht von Nase bis Zehenspitze in einem 7mm Neoprenanzug stecken musste, um nicht voellig durch zu frieren.
Die Fotos sind uebrigens alle mit meiner kleinen digitalen Canon IXUS gemacht, fuer welche ich ein Unterwassergehaeuse habe. Da die Kamera weder einen Unterwassermodus, noch einen Blitz (ok, schon einen, aber eben...) hat, musste ich die Bilder in Photoshop nach-korrigieren. Fuer die geeks unter euch, hier steht wie's geht (meist ist das Resultat ok, zum Teil aber viel zu stark Kontrastkorrigiert). Zudem: wussted ihr dass man in Photoshops 'Macros' aufzeichnen kann? Ok, genug...


Eine Auswahl an bunter Fischli (gab ganz viele, viele bunte Fischlis)

Ein schoener, fetter Grouper (Barsch)

Eine Gruene Moraene, aeh, Muraene (ich mach da immer ein bisschen ein Puff...)

Ein Porcupine fish (der kann sich kugeln und dann stehen ihm die Stacheln z'Berg) versteckt sich in einem Schwamm; der Arme fuehlte sich recht ertappt und fechelte nervoes mit seinen Flossen

Auch ein Puffer Fisch (kann auch kugeln), etwas kleiner aber dafuer umso unfoermiger aussehend

Kleines Getier - ein Wasserspinne, coole Sache...


Bunte und wilde Schwaemme



Korallen en masse



Roeherenwuermer - klingt nicht so schoen, sind dafuer umso netter anzusehen

Das Reefhouse Resort ist eher klein mit 10 Zimmern die zu keiner Zeit alle belegt waren. Das ganze ist sehr familiaer gehalten, mit einem grossen Tisch an dem alle Gaeste und die Besitzer zusammen Essen und einem Kuehlschrank in der Bar, wo man sein Bier rausnehmen und aufschreibe kann. Also alles sehr easy. Das Essen war eher einfaches, oft auch traditionelles Essen, aber immer super fein - und fuer Etienne gabs immer eine Extraportion.
"Eben noch im offenen Meer, jetzt auf der Showbuehne!"

Es hatte keinen Sandstrand (diese kann man auf Roatan sowieso nicht wirklich nutzen, da sie von Sandflies ueberwuchert sind), aber ein eingehegtes Stueck Meer (= Biologischer Pool) wo Meeresschildkroeten leben mit denen man auch Schnorcheln darf. Dies ist Teil eines Kartierungs- und Wiedereinfuehrungs-Projektes fuer die gefaehrdeten Meeresschildkroeten.

Das Reef House Resort liegt auf einem Key (ein kleine Insel), welches nur ueber Boote zugaenglich ist. Auf dem Key hat es ca 15 Haeuser, das Reef House ist aber das einzige 'Hotel', der Rest sind schoene Ferienhaeuser von reichen Amerikanern und hauptsaechlich eher heruntergekommene Huetten von Einheimischen. Der erste Eindruck bei der Anfahrt zum Hotel war dann schon etwas erschrecken: die Haeuser werden auf Pfloecken im Wasser gebaut und drunter und drum rum liegt Abfall. Wir verstanden nicht, wie man so extrem unsorgsam sein kann. Dann wurden wir aber aufgeklaert: das Wasser ist 'freies Land', wo jeder ein Pfahlhaus bauen darf, ohne Grundstueck zu erwerben. Viel moegen es aber nicht so, ueber dem Wasser zu Leben, daher fuellen sie das Wasser auf. Dazu nutzen sie in der ersten Phase Abfall - alles was Volumen hat und moeglichst nicht verrottet (von Kuehlschrank zu Plastikfaessern so ziemlich Alles). In der zweiten Phase werden dann Steine und Korallen (!) drauf geschuettet. Tja, das erklaert es wenigstens ein bisschen!

Der Tagesrythmus war immer der gleiche: Zmorgen essen, ab aufs Boot und 2 Tauchgaenge mache, zurueck fuers Mittagessen und dann wieder ab aufs Boot fuer den Nachmittags-Tauchgang, danach etwas Ruhezeit, Nachtessen und fuer uns immer ein fruehes ins Bett gehen. Aktiv, schoen entspannend und durchwegs laess. Leider hat uns das Karibik-Wetter etwas im Stich gelassen und so hatten wir nach 3 Tag Regen noch ein paar bedeckte Tage, waehrend deren wir die wenigen Sonnenstrahlen jeweils dankend aufsogen. Tja, man kann nicht alles haben.


Ein weiteres Highlight war der Shark Dive: uns war schon etwas mulmig als wir da ins Wasser sprangen mit dem Wissen, dass unter uns ca 30 Carabean Reef Sharks auf uns warten. Sobald ich die Haie aber sah, da war alles mulmige Gefuehl vergessen. Die Haie sahen wirklich nicht aggressiv aus und schwammen gemuetlich um uns rum (hinter, vor, ueber, unter und seitlich von uns - ueberall!). Sie sind schon sehr eindruecklich (waren ca 2-3 Meter gross), wenn sie so auf dich zu schwimmen und dann zack noch ein bisschen ausweichen und an dir vorbei ziehen. Natuerlich warteten sie alle auf den 'grossen Event' als der Kessel mit den 2 mickrigen Fischstueckchen geoeffnet wurde. Da ging es dann etwas hektisch zu und her fuer ca 10 Sekunden, dann war's auch schon wieder ruhig und die grossen Tiere machten sich wieder davon. Cool!


Ok, die Filmli sind nicht so ganz scharf, aber ich glaub man erkennt doch schon, dass es da so einiges an Haien rum hatte...
Die Ferien in Roatan haben uns wirklich super gefallen und wir hoffen, dass wir wieder mal ins Reef House zurueck gehen koennen - dann hoffentlich mit Blauem-Sonnenschein-Wetter..

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home